Universität zu Köln

LINK - Literacy, Inklusion, Kommunikation

Vom Wort zum Schriftspracherwerb

Kurzbeschreibung

Fachkräfte in inklusiven Kitagruppen haben die Aufgabe, geeignete Angebote zur sprachlichen Bildung und Literacy für alle Kinder zu gestalten - auch für die Kinder, die vielleicht keinen Stift halten können oder die unterstützt kommunizieren.

Im Rahmen des LINK-Projektes (Literacy, Inklusion, Kommunikation) werden eine Weiterbildung und der LINK-Kalender mit konkreten Ideen zur Implementierung diverser Angebote und Strategien speziell für heterogene Gruppen entwickelt und evaluiert.

Zielgruppe

Frühpädagogische Fachkräfte und Kinder in inklusiven Kita-Gruppen

Förderer*

Laufzeit

01.02.2018 – 31.01.2021 (verlängert bis 30.04.2021)

Projektleitung

Prof. Dr. Jens Boenisch

Projektziel

Ziele des LINK-Projektes sind

  1. die Qualifikation der pädagogischen Fachkräfte zur Umsetzung von Angeboten zum frühen Schriftspracherwerb (z.B. Erfahrungen mit Büchern und Stiften, mit Buchstaben und dem eigenen Namen) im inklusiven Kitaalltag.
  2. die Verbesserung kommunikativer und früher schriftsprachlicher Fähigkeiten aller Kinder in inklusiven Kitagruppen.
  3. die Unterstützung der sozialen Inklusion: Jedes Kind soll sich als wertgeschätzter Teil der Gruppe wahrnehmen.

Das LINK-Paket

Der Wochenkalender bietet Anregungen zu verschiedenen Literacy-Angeboten. Dabei werden konsequent die Bereiche Lesen, Schreiben, ABC und Austausch berücksichtigt. Im Kalender werden dazu nach und nach verschiedene Ideen und Strategien vorgestellt, deren langfristige Umsetzung angestrebt wird.
Die Angebote sind so gestaltet, dass alle Kinder, unabhängig von ihrer Behinderung, in heterogenen Gruppen kommunikative und schriftsprachliche Kompetenzen erwerben können. Gleichzeitig werden inklusive Prozesse in der Gruppe unterstützt.

Die pädagogischen Fachkräfte lernen grundlegende Strategien der Kommunikations- und Literacyförderung sowie den LINK-Kalender kennen und anwenden. Angestrebt wird eine Literacyförderung im Lebensalltag, d.h. in für die Kinder bedeutsamen Kontexten. Während des Einsatzes des Wochenkalenders im pädagogischen Alltag findet ein Austausch mit anderen teilnehmenden Fachkräften und dem Projektteam statt.

LINK-Kalender

Infofilm

Entwicklung und Evaluation des LINK-Pakets

  • Entwicklung einer Erprobungsversion des Kalenders und der Weiterbildung
  • Erprobung der ersten Version des LINK-Pakets in inklusiv arbeitenden Kita-Gruppen
  • Weiterentwicklung des LINK-Pakets auf Grundlage der Rückmeldungen von Fachkräften sowie Erhebungen in den Gruppen

Ziel: Verbesserung und Anpassung des Erstentwurfs des LINK-Pakets an die Bedarfe in der Praxis

  • Einsatz der zweiten Version des LINK-Pakets in zehn inklusiv arbeitenden Kita-Gruppen
  • Erhebungen mit verschiedenen Beobachtungsbögen in Kontroll- und Interventionsgruppen
  • Übersetzung des Inclusive Classroom Profil (ICP) von Elena Soukakou (2012): die Übersetzung ins Deutsche wurde von Brookes genehmigt

Ergebnisse

Im Ergebnis liegt ein evaluiertes Weiterbildungskonzept inkl. des LINK-Kalenders vor, das bundesweit als Professionalisierungsmaßnahme für inklusiv arbeitende Kindertagesstätten angeboten und zusammen mit den Begleitmaterialien eingesetzt werden kann.

Ergänzend werden Informationen und Materialien zum Download zur Verfügung gestellt, die auch nach Ablauf des Projektes hier auf der LINK-Seite zugänglich sein werden.

Projektleitung und -mitarbeiterInnen

Prof. Dr. Jens Boenisch, Sally Kröger, Dr. Melanie Willke, Dr. Stefanie K. Sachse