Universität zu Köln

Bilinguale Kölner Kommunikationsmaterialien

Mit den Kölner Kommunikationsmaterialien wird beispielhaft anhand der Sprachen Englisch, Schwedisch und Arabisch gezeigt, wie mehrsprachige Kommunikationshilfen konsistent aufgebaut werden können, um die Entwicklung von Mehrsprachigkeit unterstützt kommunizierender Personen zu unterstützen.

So können unterstützt kommunizierende Kinder und Jugendliche z.B. am Englischunterricht in der Schule teilnehmen. Häufig ist aber auch die Herkunftssprache der Familie nicht Deutsch, sodass für eine gelingende Alltagskommunikation die entsprechende Sprache auf der Kommunikationshilfe zur Verfügung stehen muss.

In den verschiedenen Sprachen gibt es die Tafeln, den Ordner und mindestens ein Wandposter. Einen Link zu den einzelnen Materialien finden Sie unter den jeweiligen Sprachen.

Gestaltungsprinzipien

So ähnlich wie möglich; so sprachenspezifisch wie nötig.

Im Folgenden werden einige Gestaltungsprinzipien vorgestellt. Bei der Entwicklung der verschiedenen Materialien gilt der Grundsatz: So ähnlich wie möglich; so sprachenspezifisch wie nötig.

  • Sprachenspezifischer Aufbau in Leserichtung: Einfach Aussagesätze können so in Leserichtung von links nach rechts gebildet werden.
  • Sprachenspezifisches Kernvokabular: Eine Grundlage der verschiedenen Materialien sind sprachenspezifische Kernvokabularlisten. Eine einfache Übersetzung der Wörter funktioniert nicht; auch weil Wörter z.T. unterschiedlich verwendet und kombiniert werden (z.B. „auch“ wird im Englischen mit "as well", "too" oder "also" ausgedrückt).
  • Einheitliche Symbolsammlung: Vorhandenes Wissen kann von der einen Sprache auf die andere Sprache übertragen werden.
  • Kulturspezifische und kultursensible Symbol- und Vokabularauswahl: Die Wahrnehmung von Symbolen ist kulturabhängig. Auch sind nicht alle, insbesondere themenspezifische Wörter, in den verschiedenen Kulturen relevant (z.B. bestimmte Speisen, Getränke, religiöse Themen).
  • Wechsel zwischen den Sprachen ermöglichen: Ein schnelles Umschalten zwischen den verschiedenen Sprachen unterstützt flexible Kommunikation in den unterschiedlichen Lebensbereichen und ist Teil des Spracherwerbs (code-switching, code-mixing).

Publikationen

Lingk, L./Bartosch, R./Sachse, K. S. (2019): UK im Fremdsprachenunterricht. In: Boenisch, J./Sachse, K. S. (Hrsg.): Kompendium Unterstützte Kommunikation. Stuttgart, im Druck.

Schmidt, L./Sachse K. S. (2015): Englisch lernen und sprechen mit dem Kölner Vokabular. In: Antener, G., Blechschmidt, A. & Ling, K. (Hrsg.): UK wird erwachsen. Initiativen in der Unterstützten Kommunikation. Karlsruhe, 322-337.